Urlaub in den USA führt Reisende immer häufiger an Orte, die früher weniger Gäste aus dem Ausland gesehen haben.
Vertreter der Tourismusbranche berichten davon, dass sich die Besucherströme stärker als in der Vergangenheit in den Weiten des Landes verteilten. Punktuell kommt es allerdings weiterhin dazu, dass besonders viele Urlauber gleichzeitig am selben Ort sind und damit für Overtourism sorgen, wie die Besucherzahlen der US-Nationalparkbehörde zeigen.

Viele Touristen blieben inzwischen länger in den USA, »weil sie nicht nur die großen Städte besuchen wollen, sondern auch weniger bekannte Regionen – die inzwischen keine weniger bekannten Regionen mehr sind«, sagte Anne Madison von der Marketingorganisation Brand USA. »Unsere Kunden fragen öfter nach Alternativrouten zu den Hotspots«, sagte Tilo Krause-Dünow vom Veranstalter Canusa, der Vizepräsident des Visit USA Committee in Deutschland ist.

Für das Jahr 2019 erwartet die US-Regierung ein Wachstum bei der Zahl der Einreisen aus Deutschland von zwei Prozent.

Zu den Lieblingszielen vieler Deutscher gehören die Nationalparks in den USA. Alle zusammen haben sie 2018 zwar keinen neuen Besucherrekord erreicht – etliche bekannte Nationalparks jeweils für sich genommen allerdings schon. So viele Touristen wie noch nie kamen unter anderem in die Nationalparks Arches, Canyonlands (Foto: Thomas Albertsen)  und Bryce Canyon in Utah, ins Death Valley in Kalifornien sowie nach Grand Teton in Wyoming. Die registrierte Zahl ­aller Nationalpark-Besucher ging um 3,8 Prozent auf 318,2 Millionen zurück. Laut dem US-Nationalpark-Service (NPS) wurde damit zum vierten Jahr in Folge die 300-Millionen-Marke überschritten. Vom NPS werden 418 Stätten verwaltet, neben den Nationalparks auch historische Orte. 385 der Stätten zählen Besucher.

Lesen Sie mehr über das Thema hier  und im Reiseteil der OWL AM SONNTAG-Ausgabe vom 1. September.