Banksy dürfte der bekannteste Streetart-Künstler der Welt sein. Gleichzeitig ist er aber auch ein äußerst kreativer Konzeptkünstler auf der Schnittstelle zwischen subversiver Systemkritik und Kommerz. Ein Künstler der Widersprüche: Er schafft es, dass viele seiner Werke mittlerweile weltbekannt sind, seine eigene wahre Identität aber nur sehr wenigen Eingeweihten bekannt sein dürfte. Zur Erinnerung: Banksy, das ist derjenige, der die Kunstauktionswelt genarrt hat, in dem er 2018 bei Sotheby’s ein Bild versteigern ließ, das sich direkt nach dem Zuschlag selbst zerschredderte. Banksy ist auch derjenige, der es sich nicht nehmen lässt, seine künstlerische Handschrift direkt dort zu hinterlassen, wo sich gesellschaftliche und politische Konflikte manifestieren. Das Buch „The Art of Banksy – A Visual Protest“ thematisiert diese Kunstprojekte ausgiebig, wie es überhaupt und generell einen Einblick in Banksys Kunst gewährt – von seinen Anfängen in der Streetart-Szene der 1990er Jahre in seiner Heimatstadt Bristol bis heute (224 Seiten, 34 Euro, Prestel Verlag).

Mehr über das Buch und über weitere Romane lesen Sie hier und in den Ausgaben der OWL AM SONNTAG vom 19. April.