Die kanadische Sängerin Alanis Morissette präsentiert mit „Such pretty forks in the road“ (Sony Music) ihr neuntes (international siebtes) Studioalbum.  Acht Jahre hat sich Alanis Morissette für die neue CD Zeit gelassen. Jahre in denen sie selbst kaum Zeit für die Musik gefunden hat: Ihre drei Kinder, ein Rechtsstreit mit ihrem ehemaligen Management, der Umzug von Kanada nach San Francisco – da blieb weder die Zeit noch die nötige Muße, um Songs zu schreiben. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben deutlichen Einfluss auf „Such pretty forks in the road“ genommen.

Schon bei den ersten Klängen des Openers „Smiling“ hat der Zuhörer das Gefühl, nach Hause zu kommen. Die Stimme der 46-Jährigen zieht jeden noch genauso in ihren Bann wie mit ihrem 1995er Album „Jagged little pill“, mit dem sie den internationalen Durchbruch schaffte. Mit Gitarre, Streichern und Klavier wird der instrumentale Hintergrund für ihre Texte geschaffen, die berühren und für Wohlfühlatmosphäre sorgen. Rockige Hymnen wie „Ironic“ oder „All I really want“ sucht man auf der neuen Scheibe vergeblich, doch auch mit Balladen wie „Diagnosis“ oder „Missing the Miracle“ zeigt Alanis Morissette das komplette Spektrum ihrer unvergleichlichen Stimme.

Nicole Koch