In Zell am See und Kaprun rüsten die Bergbahnen massiv auf. In zwei Wintern soll eine Seilbahn die letzte Lücke zum großen Nachbarn Saalbach schließen. Das Ergebnis ist gigantomanisch.

Sissi liebte die Bergruhe. An einem Augusttag 1885 stieg die Kaiserin im Morgengrauen auf die Schmittenhöhe. Sie wollte die Sonne aufgehen sehen über Hochkönig und Dachstein und ungestört sein auf diesem Gipfel, der schon damals berühmt war für seinen Rundblick. Das Panorama ist 135 Jahre später genauso beeindruckend, aber Muße würde Sissi auf der Schmittenhöhe kaum noch finden. Aus der „Schnapshans-Alm“ dröhnen AprèsSki-Schlager. Vor der Elisabeth-Kapelle drängen sich die Wintersportler.

Und bald dürfte es noch voller werden: Ende 2021 wird das Skigebiet mit dem Giganten Saalbach-Hinterglemm verschmelzen – zu Österreichs größter Skischaukel mit 347 Kilometern Piste. „Das schleudert uns in eine ganz andere Dimension“, sagt Erich Egger, Chef der Schmittenhöhebahn auf der neuen Terrasse des Restaurants „Franzl“. Der obere Teil der ZehnerKabinenbahn wurde schon 2016 vollendet, auf dem unteren Teil nach Viehhofen laufen die Gondeln seit 7. Dezember. Damit sei man eigentlich schon mit Saalbach verbunden. Bis zur großen Fusion bleibt aber noch einiges zu tun.

Mehr über dieses und weitere Urlaubs-Themen lesen Sie im Reiseteil der OWL AM SONNTAG vom 16. Februar.

 

 

 

Foto: avs